Auch die Photovoltaik arbeitet bei einem Ausfall nicht unbedingt weiter.
Eine übliche netzgekoppelte PV-Anlage kann sich bei Netzverlust aus Sicherheitsgründen abschalten. Soll sie auch während eines Ausfalls erzeugen, müssen Wechselrichter, Verschaltung, Umschaltung und Steuerung dafür ausgelegt sein.
Bei der Planung prüfen wir daher das gesamte System, nicht nur den Ladezustand der Batterie.
Sichern Sie ab, was Sie wirklich brauchen.
Die Grundlage können Kühlschrank, Internet, Beleuchtung und Heizungssteuerung sein. Pumpen, Wärmepumpe oder weitere Verbraucher erhöhen den Leistungs- und Energiebedarf.
Die Versorgung des ganzen Hauses ist eine andere Aufgabe als die Absicherung ausgewählter Stromkreise. Auch dabei geht es nicht um unbegrenzte Leistung und unbegrenzte Zeit.
Wie viel auf einmal und wie lange?
Leistung in kW bestimmt, welche Geräte das System gleichzeitig versorgen kann. Energie in kWh bestimmt zusammen mit dem Verbrauch die verfügbare Überbrückungsdauer.
Wir berücksichtigen auch die Anlaufanforderungen von Motoren und Pumpen. Das Abschalten großer nicht kritischer Verbraucher kann die Versorgung der wichtigen verlängern.
Die Sonne kann helfen, man kann aber nicht ohne Einschränkungen mit ihr rechnen.
Bei geeigneter Architektur kann die Photovoltaik während eines Ausfalls Verbraucher versorgen und die Batterie nachladen. Nachts oder bei geringer Erzeugung ist die verfügbare Energie jedoch begrenzt.
Bei empfindlichen Geräten berücksichtigen wir auch die Umschaltzeit. Eine Notstromversorgung per Batterie ist nicht automatisch eine USV – Uninterruptible Power Supply (unterbrechungsfreie Stromversorgung).
Tägliche Nutzung und Reserve
Die Batterie kann im Alltag helfen, Photovoltaik zu nutzen, und zugleich eine Reserve für einen Ausfall vorhalten. Eine größere Reserve bedeutet jedoch weniger Energie für die tägliche Nutzung.

